Schon lange vor der Reise stelle uns die Leiterin unserer Selbsthilfegruppe, Margit Gamberoni das detaillierte Ausflugsprogramm nach Fulda vor. Es weckte sofort bei sehr vielen Mitgliedern großes Interesse. Wir freuten uns darauf, die osthessische Stadt, am gleichnamigen Fluss in der Rhön gelegen, kennenzulernen. Es brauchte nicht lang und der Bus, vom Unternehmen Spörlein, war voll belegt.
Fulda besteht seit ca. 1250-Jahren und ist durch die geschichtliche, kulturelle und spirituelle Tradition berühmt.

Unser erstes Ziel war das Franziskanerkloster Frauenberg, das seit ca. 1237 besteht und hoch über der Stadt liegt. Über den Dächern von Fulda genossen wir den herrlichen Ausblick und hielten inne. Die Andacht in der Klosterkirche hielt unser langjähriger Hörgeschädigtenseelsorger Albin Zeck. Die Orgelbegleitung erfolgte durch Martin Zeck.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus zu unserer Mittagseinkehr im Brauhaus Wiesenmühle in Fulda. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden wir mit hervorragenden Speisen und Getränken versorgt. Diese Adresse ist empfehlenswert.

Nach dem Mittagessen begann unser Stadtrundgang in der kleinen mittelalterlichen Altstadt. Dabei erfuhren wir von berühmten Personen der Stadt. Einer war der Nobelpreisträger von 1909, Karl Ferdinand Braun, geboren 1850 in Fulda. Er ist der Erfinder der Braunschen Röhre, Halbleiterdiode und drahtlosen Telegrafie.

Die 2-stündige Stadtführung, in zwei Gruppen geteilt, mit lokalen Gästeführern, verlangte uns allen bei über 30 Grad starkes Durchhaltevermögen ab. Bei den Erklärungen freuten wir uns über schattige Plätzchen.
Der Fuldaer Dom ist ein Meisterwerk der barocken Kirchenarchitektur und ist die letzte Ruhestätte des heiligen Bonifatius, des „Apostels der Deutschen“.

Anschließend besuchten wir die Michaelskirche. Sie steht in unmittelbarer Nähe zum Dom. Der karolingische Rundbau wurde 822 erbaut und ist eine der ältesten Kirchen Deutschlands. Die Kirche diente lange als Totenkapelle.

Die Fülle an geschichtlichen Information, die Fulda bietet kann in diesem Bericht nicht vollständig geschildert werden. Unser Besuch erweiterte unseren Horizont.
Angespannt und durch die hochsommerlichen Temperatur erschöpft führten wir unsere Erlebnistour zur nahegelegenen Schlitzer Destillerie weiter.
Ein Rundgang durch die gekühlten Räumlichkeiten der historischen Brennerei verzauberte uns wieder in muntere, interessierte Menschen. Aus hygienischen Gründen trugen alle einen Kopfschutz: Die Besucher setzten rote Häubchen auf und die Mitarbeiter hatten weiße Häubchen an.

Die Verkostung von Edelbränden und anderer Getränke, wie z.B. das Fräulein, mit und ohne Alkohol, fand in geselliger Runde statt.

Der Tag neigte sich zum Abend. Alle waren sehr lustig gestimmt und verlangten nach etwas Festem zu verzehren.
Das Abendessen war unter sehr schwierigen Bedingung von unserer Margit reserviert worden. Mit offenem Ausgang, ob wir es bekommen, gingen wir nebenan zum griechischen Restaurant Kreta. Es hat geklappt. Die lange Wartezeit auf unsere Bestellungen füllten wir mit angeregten Gesprächen untereinander. Die Bezahlung war nicht einfach und verzögerte unsere Abreise, zur Sorge unseres Busfahrers Herrn Frank Kaufmann. Geschwind fuhren wir zurück nach Bamberg. Alle kamen gut und sicher gegen 22 Uhr am Klemens-Fink-Zentrum an.
Was bleibt sind schöne Erlebnisse, neue Informationen und wunderbare Erinnerungen.
Wir freuen uns jetzt schon auf unsere gemeinsame Resie nächstes Jahr!
Petra Hager
